
Fragen zu Fliesenarten, dem richtigen Werkzeug, den verschiedenen Verlegearten und vieles mehr werden hier beantwortet.
Bei der Auswahl der Fliesen sollte neben den ästhetischen Gesichtspunkten auch für den entsprechenden Einsatzbereich die Oberflächenhärte (Abriebklasse) sowie Frostsicherheit und Wasseraufnahme berücksichtigt werden.
Abriebfestigkeit: Fliesen sind sehr widerstandsfähig, trotzdem kann es je nach Material und Glasur zu Oberflächenverschleiß und Glasurabrieb kommen.
Frostsicherheit: Gerade im Außenbereich müssen frostsichere Fliesen eingesetzt werden.
Wasseraufnahme: Die Glasur der Fliese weist Wasser vollständig ab; die Fliese selbst kann aber unterschiedlich Wasser aufnehmen.
Steingut: Steingutfliesen mit oder ohne Glasur sind weich in der Konsistenz und gut zu verarbeiten. Sind nur für leichte Beanspruchung auf Wänden und Böden z.B. in Bädern und Schlafzimmern geeignet. Durch die hohe Porösität und Wasseraufnahme sind sie nur im Innenbereich einsetzbar.
Steinzeug: Die Feinkeramik mit hoher Festigkeit und geringer Porösität erhält seine gute Gebrauchsfähigkeit durch die extrem hohe Brenntemperatur. Wichtigste Vorzüge sind: Frostsicherheit und Abriebsfestigkeit. Steinzeug wird glasiert und unglasiert angeboten. Unglasierte Steinzeugfliesen sind sehr strapazierfähig.
Feinsteinzeug: Hat noch bessere Gebrauchseigenschaften durch ein besonders feines Gefüge und eine extrem geringe Wasseraufnahme. Die unglasierte Keramik, für die ausschließlich hoch kunststoffvergütete Fliesenkleber zum Einsatz kommen, genügt höchsten Ansprüchen.
Naturstein: Man unterscheidet drei Gruppen von Natursteine: Erstarrungsgestein wie „Basalt / Granit“ sind hoch widerstandsfähige Hartgesteine. Sediment- oder Ablagerungsgesteine haben mittlere Härte. Die dritte Gruppe umfasst Umwandlungsgestein wie „Marmor“, „Schiefergestein“ und „Gneise“.
Cotto: Dieses atmungsaktive Material besteht durchgängig aus einem roten Tonmaterial. Die Oberfläche ist in den meisten Fällen unbehandelt und muss nach der Verlegung imprägniert werden. Teilweise werden die Platten auch imprägniert angeboten.
Glasfliesen/Glasmosaike: Glasfliesen/Glasmosaike sind in verschiedenen Designs, Formaten und Strukturen erhältlich und bieten auch in Verbindung mit Keramik reizvolle Kombinationsmöglichkeiten. Da Glasfliesen eine durchscheinende Optik haben und kein Wasser aufnehmen können werden an das Verlegematerial besonders hohe Anforderungen gestellt.
Kunststein: Dank seiner leichten Verarbeitung lässt sich Kunststein beliebig in Form bringen, sodass Fliesen und Waschtische, Badewannen oder auch ganze Badelandschaften aus einem Guss entstehen, die auch hohen Ansprüchen gerecht werden. Hier handelt es sich oft um Natursteinkörnungen, die in einem Bindemittel (Zement, Harz…) gebunden wurden und nach dem Abbinden ähnlich wie Naturstein bearbeitet werden können. Das ergibt sehr viel bessere technische Eigenschaften, Farben, die von der Natur nicht angeboten werden oder witzige Oberfläche.
Betonwerkstein: Betonwerkstein ist einer der vielseitigsten und wandelbarsten Baustoffe, da er aus natürlichen Rohstoffen mit Zement, Zuschlagstoffen und Wasser gemischt wird. Somit ergeben sich nahezu grenzenlose Möglichkeiten in Form und Farbe. Betonwerkstein ist nicht an eine Oberflächenbehandlung gebunden, eine Veredelung verleiht ihm jedoch eine elegante Optik. Wie auch Naturstein zeichnet sich der Betonwerkstein durch hohe Festigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit aus. Somit eignet er sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Er ist außerdem besonders gut für Allergiker geeignet, da sich lose herumwirbelnde Partikel schnell und effizient entfernen lassen. Bei Bedarf kann durch entsprechende Zugaben auch eine antistatische Wirkung erzeugt werden.
Fliesenschneidegerät: Für gerade Schnitte empfehlen wir unbedingt eine Schneidemaschine zu benutzen. Denn damit geht es am leichtesten.
Winkelschleifer: Auch mit einem Winkelschleifer kann man gerade Schnitte machen. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, die Trennlinie vorher mit Klebeband zu bekleben.
Fliesenzange: Eine preiswerte Alternative zur Schneidemaschine ist auch die Fliesenzange.
Papageinschnabelzange: Solche Aussparungen sind leicht zu bewerkstelligen: Mit der Fliesenzange, die oben wie ein „Papageienschnabel“ geformt ist, die Aussparung mit Gefühl vorsichtig „ausknabbern“.
Fliesenlochgerät: Im Handel ist auch dieses Fliesenlochgerät erhältlich. Die Fliese wird eingespannt und in der Mitte des Rings mit dem Fliesenhammer durchlöchert. Die Öffnung lässt sich danach mit Fliesenhammer oder einer Fliesenzange erweitern.
Fliesenhammer: Hilfsmittel zum festklopfen der Fliesen.
Lochbohreraufsatz der Fliesenschneidemaschine: Muss man in der Fliese für ein Loch Platz schaffen, z.B. für einen Sanitäranschluss, hat man mehrere Möglichkeiten. Mit dem Lochbohreraufsatz der Fliesenschneidemaschine muss man besonders schonend vorgehen.
Fugenkreuze: Diese Kreuze werden beim positionieren zwischen die Fliesen gesteckt, um eine gleichmäßige Fugenbreite zu erhalten.
Kammkelle: Zuerst muss man mit der geraden Seite der Kammkelle den Fliesenkleber gleichmäßig verteilen und anschließend mit der gezahnten Seite den Kleber durchkämmen.
Schwamm oder Schwammbrett: Nach dem Fliesenkleben und -verfugen müssen die Fliesen mit einem Schwamm oder Schwammbrett (Washboy) gereinigt werden.
Fugengummi oder Fugenbrett: Mit einem Fugengummi oder Fugenbrett werden die Fugen verfüllt.
CIMSEC Produkte überzeugen mit einer geprüften und zertifizierten Qualität, einem jahrelangen Knowhow- und Entwicklungsvorsprung und immer neuen Innovationen.
Die Fliesen werden zuerst an die Nachbarfliese angelegt, von dieser weggezogen, um ein Herausquellen des Klebers zu vermeiden, und dann ins Kleberbett mit einer leichten Drehbewegung eingeschoben und fest angedrückt. Zur Erzielung eines regelmäßigen Fugenverlaufes werden Fugenkreuze verwendet. Beachten Sie, wenn Sie Sockelleisten an die Wand kleben wollen, halten Sie mindestens eine Fugenbreite Abstand zu den Bodenfliesen. An Übergängen zu anderen Räumen und Belägen muss eine vorhandene Dehnungsfuge in der gleichen Breite als Belagstrennfuge übernommen werden.
Der Fliesenkleber wird mit der Kammkelle aufgetragen. Die Zahnung hängt von der Fliesenrückseite, Fliesengröße und dem Untergrund ab. Trage immer nur soviel auf, wie du in 10 bis 20 Minuten verarbeiten kannst. Achtung: Beim Verlegen auf Fußbodenheizung muss ein S1 Kleber verwendet werden. Zwischen die Fliesen steckt man Fugenkreuze, womit man für immer gleichmäßige Abstände sorgt. Von Zeit zur Zeit sollten Sie den exakten Verlauf mit einer Wasserwaage oder Aluschiene kontrollieren. Die Fugenkreuze, kann man nach dem „Anziehen“ des Klebers (ca. 60 Minuten) wieder entfernen. Hat der Kleber spürbar angezogen (nach 60 Minuten), werden die Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen von störenden Kleberresten durch Auskratzen mit einem Holz befreit. Nach 24 bis 48 Stunden kann verfugt werden.
Der PVC Belag muss angeschliffen und gereinigt werden, dann mit CIMSEC Haftbrücke grundieren und die Fliesen mit einem S2 Kleber (z.B. CIMSEC Fliesenkleber S2 Super Flex) verlegen.
Sehr wichtig. Alle Produktkomponenten eines Systems sind aufeinander abgestimmt.
Nein, das ist nicht möglich.
Bei einem Gefälle von min. 2%, solltest du einen S1 oder S2 Kleber und eine Bedeckung von min. 95 % verwenden. Du solltest außerdem darauf achten ein frostsicheres Verlegematerial zu verwenden. Das beste Verlegeverfahren ist in diesem Fall das Floating-Buttering-Verfahren.
Es gibt 4 Arten: Dünnbett, Mittelbett, Dickbett, Buttering-Floating.
Buttering-Floating: Bei diesem System wird der Mörtel sowohl auf den Untergrund als auch glatt auf die Rückseite der Fliesen oder Platten aufgetragen. Die Methode hat den Vorteil, dass durch den beidseitigen Auftrag des Klebers weniger Hohlräume unterhalb des Belages entstehen.
Dünnbettverfahren: Der Fliesenkleber wird beim Dünnbettverfahren höchstens 5 mm dick aufgetragen. Die Grundbedingung dieses Verfahrens ist ein vollkommen ebener Untergrund. Diese Technik ermöglicht eine schnellere Verlegung der Fliesen und es kann aufgrund der geringen Menge an Verlegemörtel weniger Feuchtigkeit in das Bauwerk gelangen.
Dickbettverfahren: Anders als beim Dünnbettverfahren wird hier der Fliesenkleber für das Ansetzen von Platten oder Fliesen an Wandflächen mit einer Dicke von mindestens 15 Millimetern aufgetragen. Vorteile dieser Methode liegen darin, dass beim Verlegen Unterschiede in der Höhe des Untergrundes ausgeglichen werden können. Außerdem sind noch Korrekturen in der Ausrichtung der Fliesen möglich, da es im Vergleich zum Dünnbettverfahren länger dauert, bis der Mörtel anzieht.
Mittelbettverfahren: Bei diesem Verfahren beträgt die Mörtelbettdicke über 5 bis höchstens 15 mm. Die Vorzüge des Mittelbettverfahrens bestehen darin, dass in erster Linie größere Unebenheiten in der Estrichoberfläche ausgeglichen werden. Ein weiterer, elementarer Vorteil zeigt sich bei der Verlegung von Werkstücken mit größeren Dicketoleranzen. Auch Platten in polygonaler Form in sortierten Stärken von z.B. 20-25 mm sind in dieser Verfahrenstechnik zu verarbeiten.
Hierbei muss ein S1 oder S2 Kleber und eine 2-komponentige Abdichtung verwendet werden. Am besten sollte man Glasmosaik auf einen WU Beton verlegen, der mindestens 3 Monate alt ist.
Im Buttering-Floating Verfahren. Bei dieser Verlegemethode wird der Mörtel sowohl auf den Untergrund als auch glatt auf die Rückseite der Fliesen oder Platten aufgetragen. Die Methode hat den Vorteil, dass durch den beidseitigen Auftrag des Klebers weniger Hohlräume unterhalb des Belages entstehen.
Mit einer Mittelbettkammkelle R 12 und im Buttering-Floating Verfahren. Bei dieser Verlegemethode wird der Mörtel sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite der Fliesen oder Platten aufgetragen. Die Methode hat den Vorteil, dass durch den beidseitigen Auftrag des Klebers weniger Hohlräume unterhalb des Belages entstehen.
Fliesenflächen sollten symmetrisch eingeteilt werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten. Um an den Seiten ganze Fliesen oder gleichbreite Fliesenschnitte zu erzielen, wird zuerst die Wandmitte mit einer Wasserwaage ermittelt und mit einem Senklot markiert. Danach die ersten Linien für den Fliesenverlauf ziehen und mit Klebeband abkleben. Hier beginnt die Fliesenverlegung mit einer Fuge oder der Mitte einer ganzen Fliese. Bitte beachte das Schnittstücke an den Seiten immer größer als eine halbe Fliesenbreite sein sollten. Wenn die Höhe nicht festgelegt ist, beginn unten mit ganzen Fliesen und vermeide so Anschnitte. Bitte beachte das unten immer genug Platz für die Bodenfliesen ist. Bei vorgegebener Höhe oben mit einer ganzen Fliese beginnen. Paßstücke werden in der unteren Reihe „versteckt“. Erst wenn all dies gemacht ist sollte man den Fliesenkleber auftragen.
Gute Planung, passendes Werkzeug und richtige Technik sind Grundvoraussetzung für eine schöne Fliesenwand oder eine Fliesenboden. Nach der Vorbereitung des Untergrunds misst man die Grundfläche des Raums genau aus und markiert die Raummitte. Dann plant man das Verlegemuster. Bei gleichgroßen Fliesen an Wand und Boden richten sich die Bodenfugen natürlich nach dem Fugenverlauf der Wand. Bei angrenzenden Räumen auf durchgehenden Fugenverlauf achten. Dehnungsfugen kommen genau unters Türblatt. Leg die Fliesen zuerst probeweise im Kreuz aus. Danach den Fliesenkleber mit einer Zahnspachtel aufbringen. Für Wohnräume mit Fußbodenheizung oder Außenbereiche gibt es spezielle Produkte. Immer nur so viel Fliesenkleber aufbringen, wie in ca. 10 bis 20 Minuten verarbeitet werden kann. Fliesenkreuze und Nivellierkeile helfen dabei, die Fliesen richtig zu positionieren und sorgen für gleichbleibende Abstände und ebene Fliesenflächen.
Eine Kammkelle mit Zahnung ist ein Werkzeug zum Fliesenkleber aufziehen. Es gibt Unterschiede bei der Größen und Formen. Für ein optimales Arbeiten empfehlen wir eine Mittelbett-Kammkelle mit runder Zahnung, mit Größen von 6 bis 25 mm für die optimale Bedeckung.